Konz Klärwerk Saarmündung
Projektziel:
Am Standort der kommunalen Kläranlage von Konz, dem Zusammenfluss von Saar und Mosel, soll die Wärmeerzeugung für ein Fernwärmenetz mit ca. 20 GWh entstehen. Das bestehende Fernwärmenetz soll dazu erweitert werden. Zwei weitere Quartiere sollen angeschlossen werden (Fernwärmenetz (65°/40°).
Die Planung für die neue Wärmeversorgung umfasst vier Wasser-Wasser-Wärmepumpen à 1,5 MW mit dem Kältemittel Ammoniak.
Projektbeschreibung:
Die Wärmeerzeugung soll im Wesentlichen auf der Nutzung von Umweltwärme basieren (Förderkriterium 75% erneuerbare Energien). Als Wärmequelle dienen das Wasser der Saar und das geklärte Abwasser der Kläranlage. Entsprechende Pufferspeicher sind vorhanden. Die Umweltwärme wird durch den Einsatz von Sole/Wasser- bzw. Wasser/Wasser Wärmepumpen verfügbar gemacht. Spitzenlasten sollen durch den Einsatz eines Klärgas-BHKW in Ergänzung mit Bio-Gas BHKW und durch Spitzenlastbiogaskessel abgefangen werden. Außerdem wird die Speichersituation hergestellt sowie die komplette Wärmeversorgung des Klärwerks auf das Temperaturniveau des Wärmenetzes umgestellt.
Eine Pumpenanlage kann das Wasser aus beiden Puffern entnehmen und mischen und entsprechend auf EG Niveau pumpen. Entsprechende Filteranlagen und Lüftungsanlagen sind vorhanden, ebenfalls ist eine Havarielüftung vorgesehen.
Für den ersten Bauabschnitt zur Versorgung von Wohngebäuden, Gewerbeflächen und Industrie wird eine Energiezentrale entwickelt. In der Energiezentrale soll die Erzeugung und Pufferung der Wärme sowie die Verteilung von Strom stattfinden. Das Wärmenetz wird von der Energiezentrale aus versorgt.

