ETTLIN AG zentrale Wärmeversorgung mit Nahwärmenetz

Die technische Zentrale von Ettlin zeigt detaillierte Rohrleitungen und Maschinen in einem modernen Design.

Projektziel

Die Firma ETTLIN AG betreibt in Ettlingen den Gewerbepark Albtal, der mehrere Liegenschaften umfasst (Büro- und Verwaltungsgebäude, Produktions- und Gewerbebauten sowie Wohngebäude).

Die bestehende Wärmeerzeugung und -versorgung der einzelnen Liegenschaften (bisher überwiegend dezentrale Wärmeerzeugung mit Gas- und Heizöl) soll auf eine zentrale Wärmeversorgung mit erneuerbaren Energien (zwei Wasser-Wasser-Wärmepumpen à 1,5 MW) und ein Nahwärmenetz mit ca. 3 km Länge umgestellt werden. Als Redundanz für die Wärmeerzeugung sind zusätzlich ein Elektrokessel à 1,5 MW) und zwei Kessel (à 4,5 MW), die wahlweise mit Gas- oder Öl betrieben werden können, geplant.

Das Projekt umfasst neben der Planung und Umsetzung der neuen Wärmeerzeugung zusätzlich die Planung und Umsetzung der Elektroversorgung (hierzu soll ein neues Trafohaus entstehen), Schaltschränke, Leitwarte, Lüftung, Raumanordnung, Kaminanlagen sowie Sanitärbereiche.

Zur Umsetzung des Vorhabens wurden Fördermittel beantragt.

Das bestehende Kesselhaus soll weitergenutzt werden.

Die Wärmeübergabestationen der Liegenschaften zum Anschluss an das Nahwärmenetz werden ebenfalls erneuert.

Projektbeschreibung

Energiequelle für die Wasser-Wasser-Wärmepumpen ist das Wasser aus dem Turbinenablauf der ALB. Es fließt dazu in einen unterirdischen Seiten-Betonspeicher und wird dann in drei Stufen filtriert, um die Wärmetauscher zu schützen.

Als Kältemittel wird Ammoniak eingesetzt. Zum Schutz vor Gewässerverunreinigungen durch Havarien wurden mehrere Kreisläufe vorgesehen.

Sämtliche Forderungen hinsichtlich Gewässer und Umweltschutz wurden berücksichtigt und sind entsprechend geplant.

Hierzu wurde ein Wärmetauscher-Zwischenkreis eingeplant. Die Wärmepumpen fördern das Warmwasser anschließend in einen Pufferspeicher mit 85m³ Inhalt. Elektrokessel und Gas-/Ölkessel können bei Bedarf zugeschaltet werden (Redundanz und Spitzenlast). Diese Wärmeerzeuger fördern ebenfalls in den Pufferspeicher. Vom Pufferspeicher aus wird das Nahwärmenetz versorgt.

Zahlen-Daten-Fakten:

Die Technikkosten belaufen sich auf ca. 12.500.000.-€

Projektlaufzeit bis Ende 2028

Erzeugte Nutzwärmemenge – ca. 16 GWh/a

CO2 Reduktion – ca. 1.360 – 2.720 t CO2

Zurück

Instagram
Facebook
YouTube